LIEBE ist die am höchsten schwingende, stärkste KRAFT des Universums, sie birgt in sich unbegrenzte MACHT:

LIEBE ist MACHT, die niemals missbraucht werden kann,

weil sie Missbrauch nicht kennt, nur LIEBT,

und Niemandem schaden würde.

Sie kennt keine Angst,

keinen Zweifel.

Sie kennt die Angst und auch die kleinen Ängste nicht. Sie hält nicht fest, sondern nimmt BEDINGUNGSLOS an und lässt gleichzeitig BEDINGUNGSLOS los.

Die Lieblosigkeit und Missachtung der Göttlichen Gebote sind DIE URSACHE dessen ,was auf diesem Planeten geschieht und deren Veröffentlichungen uns auf diesem Blog immer wieder vor Augen geführt werden.

Donnerstag, 9. November 2017

Der Michel glaubt (also er weiß es nicht) den Politdarstellern und der Lügenpresse: Das Bargeld soll abgeschafft werden, um die Geldwäschekriminalität etc. zu bekämpfen. Tatsächlich soll das Bargeld abgeschafft werden, damit im Falle des kommenden Bankencrash und des Zusammenbruch des EURO die faulen Kredite der Banken und die Schulden des Staates bedient werden können. Denn in unserem Schuldgeldsystem sind die Schulden des Staates das Vermögen der Bürger, also ein Nullsummenspiel. Wenn der Bürger noch Bargeld hat, kann man ihm das Konto bei der Bank (Giralgeld) nicht wegnehmen; also muß alles Bargeld verschwinden. Dann werden durch die Computerleute der Bank aus 1.000 € 10 € und aus 100.000 € 100 €. Die Ökonomen nennen das „finanzielle Repression“. Gibt es einen Zusammenhang mit den letzten Artikel? Eindeutig ja! Aufgrund des EURO, der eine „finanzielle Repression“ unbedingt erforderlich macht, um ihn zu retten, müssen in einer Stufenleiter zunächst die Sparguthaben des deutschen Dummichels von den Banken in die Südländer mit den faule Krediten umgeschichtet werden. Was bedeutet das? Der Dummichel finanziert den nicht gerechtfertigten Lebensstandard der Südländer.


GELD 

ENDE DES PAPIERGELDS

Horrorszenario für deutsche Sparer

Von Holger ZschäpitzAnja Ettel | Stand: 12:07 Uhr | Lesedauer: 6 Minuten
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Seit den 70er-Jahren sind die modernen Währungen nicht mehr mit Gold oder anderen Werten gedeckt. Dieses sogenannte Fiat-Geld, abgeleitet vom Lateinischen „es werde“, basiert allein auf dem Vertrauen in Notenbanken und Finanzminister.
Quelle: N24
Papiergeld neigt zur Inflation. Dass es im Moment anders ist, ist einer besonderen Situation geschuldet, die jetzt zu Ende geht, sagen Experten der Deutschen Bank. „Wir werden uns nach einer Alternative umschauen müssen.“
Es ist ein zentrales Credo der Verschwörungstheoretiker: Das Papiergeld, wie wir es kennen, wird über kurz oder lang seinem inneren Wert zustreben – und der ist Null. Denn seit den 70er-Jahren sind die modernen Währungen nicht mehr mit Gold oder anderen Werten gedeckt.
Dieses sogenannte Fiat-Geld, abgeleitet vom Lateinischen „es werde“, basiert allein auf dem Vertrauen in Notenbanken und Finanzminister. Doch um dieses Vertrauen steht es in Zeiten der billionenschweren Geldspritzen der Notenbank-er nicht gerade zum Besten.
Es ist genau dieses Unbehagen, das die Ökonomen der Deutschen Bank in einer aktuellen Studie thematisieren. Bei einer Investoren-reise durch Asien sei ausgerechnet dieses Thema, eigentlich nur ein Rand Aspekt in einem Zukunftspapier der Deutsche-Bank-Volkswirte, plötzlich ganz nach vorn auf die Agenda gerückt.

Das Fiat-Geldsystem ist instabil und anfällig

„Die Grundannahme ist, dass das Fiat-Geldsystem, das wir seit 1971 haben, in sich instabil ist und anfällig für Inflationsgefahren“, formuliert Deutsch Banker Jim Reid die Bedenken. Das sei kein Thema für morgen oder übermorgen, schränkt er ein. „Aber wenn wir richtig liegen, wird das Geldsystem in der kommenden Dekade seinen ultimativen Test erleben, und wir werden uns nach einer Alternative umschauen müssen.“
Quelle: Infografik Die Welt
Was so lapidar klingt, wäre ein Horrorszenario – gerade für deutsche Sparer. Immerhin liegt der Großteil der Altersvorsorge der Deutschen, insgesamt 2,1 Billionen Euro, in Spareinlagen wie Tagesgeld, Festgeld und Girokonto. Etwa eine weitere Billion Euro ist in Lebensversicherungen investiert. Diese Anlageprodukte würden bei einem Untergang des Geldsystems besonders stark an Wert verlieren.
Dennoch wirkt die heftige Warnung der Deutschen Bank zum jetzigen Zeitpunkt merkwürdig. Immerhin ist die Inflation seit vielen Jahren so niedrig, dass die Notenbanken die Gefahr eher auf der anderen Seite der Preisentwicklung sehen. Insbesondere die EZB müht sich seit Langem, mit Anleihekäufen und ultra-niedrigen Zinsen die Teuerung wieder in Richtung des selbst gesteckten Ziels von rund zwei Prozent zu bekommen.

Tektonische Verschiebung der Weltwirtschaft

Bisher ohne großen Erfolg. Folgt man Reid in seiner Argumentation, könnte sich das allerdings in Zukunft ändern. Der Ökonom will eine tektonische Verschiebung im Weltwirtschaftssystem ausgemacht haben, die schleichend die Koordinaten verschiebt.
Als Grund nennt er den Giganten China, der sich in die globale Ökonomie integriert hat. Die mittlerweile zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat als günstige Werkbank der globalen Ökonomie dafür gesorgt, dass die Löhne und Preise weltweit trotz raschen Wachstums eben nicht überhitzen konnten. Reid nennt das einen deflatorischen Schock, der das Papiergeldsystem stabilisiert hat.
Quelle: Infografik Die Welt
Die derart gezähmte Inflation habe Regierungen und Notenbanken den Luxus ermöglicht, auf jede Krise mit noch mehr Geldspritzen, Schulden und Konjunkturprogrammen zu reagieren. „Das ist eigentlich nicht so einfach, weil die Inflation normalerweise bei solchen expansiven Politikmaßnahmen gestiegen wäre.“ Womöglich sei es sogar dieser dis-inflationäre Schock gewesen, der das Fiat-Geldsystem gerettet habe.

Paul Volcker sorgte für Ende des Inflation Schreckens

Tatsächlich sind unmittelbar nach der Abkoppelung des Geldes vom Gold in den 70er-Jahren die Preise weltweit aus dem Ruder gelaufen. Damals sorgte die radikale Zinserhöhungspolitik des damaligen US-Notenbankchefs Paul Volcker für ein Ende des Inflationsschreckens. Reid ergänzt diese Sicht um den China-Faktor.
Ende 1978 hat sich das bis dahin abgeschottete kommunistische Reich gen Westen geöffnet. Die „Reform- und Öffnungspolitik“ sorgte für einen sprunghaften Anstieg des chinesischen Außenhandels und einen weltweiten Druck auf die Preise. Dank der wachsenden Billigproduktion aus Fernost verlor der Angstgegner Inflation so über die Jahrzehnte seinen Schrecken.
Doch was passiert, wenn der China-Effekt eines Tages ausläuft oder sich gar umkehrt? Reid sieht in diesem Fall gewaltiges Ungemach in Form deutlich steigender Preise auf die Weltwirtschaft zukommen. Ein zweiter Faktor könnte diese Entwicklung noch verstärken: der demografische Wandel, der dazu führen dürfte, dass der Anteil der arbeitenden Bevölkerung immer kleiner wird.
In diesem Fall könnten bei anhaltend robustem Wachstum die Löhne, und in der Folge auch die Gesamtinflation, eben doch wieder kräftiger anziehen, als die Weltwirtschaft das in den vergangenen 35 Jahren gewohnt war. „Für das Fiat-Geldsystem könnte das zum Problem werden“, warnt Reid.

Notenbanken können Zinsen nur begrenzt anheben

Der Ökonom spielt das Szenario gedanklich durch. Bei rasant steigender Inflation wären die Notenbanken eigentlich gehalten, die Zins-zügel kräftig anzuziehen. Dies sei jedoch unrealistisch angesichts der enormen Verschuldung weltweit. „Eher dürften die Regierungen das Mandat der Notenbanken umschreiben, um eine höhere Inflation zuzulassen oder die Unabhängigkeit der Notenbanken beschneiden, statt zuzusehen, wie die Zinsen auf ein ökonomisch unbequemes Niveau steigen.“
Gerade in Demokratien, wo die Politik abhängig sei von der Gunst des Wahlvolkes, könnte die Preisstabilität den neuen Realitäten womöglich zum Opfer fallen. Auch von ihren umstrittenen Anleihekäufe kämen die Notenbanken in diesem Szenario nicht los. Jedenfalls dann nicht, wenn sie versuchen sollten, in Zeiten steigender Inflationsraten einen Anstieg der Bondrenditen – und damit rasant steigende Zinskosten für die hoch verschuldeten Staaten – zu verhindern.
Es wäre eine Welt mit Negativzinsen, lockeren Kreditbedingungen und steigenden Löhnen – und damit ein Umfeld, in dem die Inflation schließlich immer schwerer zu bändigen wäre. „Die Ära des Fiat-Geldes ist in Gefahr, wenn das Vertrauen schwindet“, warnt Reid eindringlich.

Roboterarbeit rettet nicht vor Inflation

Das Gegenargument, das die Digitalisierung und Roboterisierung der Arbeitswelt steigende Löhne und damit auch eine deutlich steigende Inflation verhindern könnten, will der Experte nicht so recht gelten lassen. So habe der technologische Wandel in der Vergangenheit stets eher für mehr Jobs und Wachstum gesorgt.
Doch selbst für den Fall, dass die Roboter den Menschen eines Tages aus der Arbeitswelt verdrängen könnten, dürften die Regierungen darauf eher mit Maßnahmen reagieren, die den Bürgern ein bedingungsloses Grundeinkommensicherten. Das wiederum würde die Fiskalausgaben in die Höhe treiben und damit auch die Inflationsgefahren befeuern. „In einer Ära des Populismus kann man die Macht des Faktors Arbeit nicht zerstören, ohne zu Politikmaßnahmen gezwungen zu sein, die sich tendenziell eher inflationsfördernd auswirken“, so der Experte.

Es könnte die Stunde der Kryptowährungen werden. Zwar erkläre sich der Hype um Währungen wie den Bitcoin bisher eher aus technologischen Gründen und nicht so sehr durch ein schwindendes Vertrauen in das Papiergeld. Dennoch sei es gut möglich, dass Kryptowährungen in Zukunft zu einem ernsthaften Konkurrenten des Papiergeldes heranwachsen könnten, heißt es in dem Deutsche-Bank-Papier weiter.
„Historisch gesehen sind Fiat-Geldsysteme eine Rarität, und sie werden nahezu immer mit einer hohen Inflation in Verbindung gebracht“, warnt Ökonom Reid. Die vergangenen 35 Jahre seien in dieser Hinsicht eine Ausnahme gewesen. Ob das auch in Zukunft so bleiben könne, wenn die Inflation zurückkehre, die Zinsen stiegen und die Schuldenlast immer stärker drücke, sei ungewiss: „Es ist die Multi-Billionen-Dollar Frage für die kommenden Jahre.“




GELD 

ÜBERSCHULDUNG

Die Erosion der Mittelschicht

Von Carsten Dierig | Stand: 17:59 Uhr | Lesedauer: 5 Minuten

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Deutschlandweit haben insgesamt 6,9 Millionen Menschen Schulden aufgehäuft. Stark zugenommen hat erneut die Verschuldung im Alter. Vier von fünf der Neuverschuldeten sind über 50 Jahre alt.
Quelle: N24/Christin Brauer
Die Konjunktur boomt, die Jobs sind sicher – und dennoch steigt die Überschuldung der Haushalte weiter an. Besonders alarmierend: Vor allem die Mittelschicht, Rückgrat der Gesellschaft, ist betroffen.
Trotz anhaltend guter Konjunkturlage mit niedriger Arbeitslosigkeit und höheren Löhnen ist die Zahl der überschuldeten Privatpersonen in Deutschland erneut angestiegen. 6,91 Millionen Bundesbürger über 18 Jahre konnten zum Stichtag 1. Oktober dauerhaft ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen, meldet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in ihrem aktuellen Schuldneratlas. Das sind rund 65.000 Betroffene mehr als noch ein Jahr zuvor. Damit ist mittlerweile jeder zehnte Erwachsene in Deutschland zahlungsunfähig. Fast alle neuen Überschuldungsfälle stammen dabei aus der sogenannten Mittelschicht.
Von der „angegriffenen Mitte“ spricht dementsprechend Michael Bretz, der Leiter Wirtschaftsforschung bei Creditreform: „Wir sehen derzeit eine Erosion der Mittelschicht.“ Mit fast elf Prozent liegt die Überschuldungsquote in dieser Bevölkerungsgruppe vergleichsweise deutlich über dem Durchschnitt. Gegenüber der Nicht-Mittelschicht beträgt der Abstand sogar 2,25 Punkte. Damit ist die Spreizung zwischen den Milieus so hoch wie noch nie, heißt es bei Creditreform.
Die Gründe für den Absturz aus dem gesellschaftlichen Zentrum unterscheiden sich dabei nicht allzu sehr von denen in den übrigen Schichten auch. Hauptursache bleibt die Arbeitslosigkeit, wenngleich dieses Thema aufgrund der guten Konjunkturlage zuletzt spürbar nachgelassen hat. Stattdessen gewinnen Erkrankungen, Sucht und Unfälle merklich an Bedeutung.
Quelle: Infografik Die Welt
Experte Bretz macht dafür auch die flächendeckend steigende Arbeitsbelastung verantwortlich: „Möglicherweise führt die zunehmende Arbeitsverdichtung, also die Zunahme der pro Zeiteinheit zu leistenden Arbeit, zu Krankheit und in der Folge zu zusätzlichen finanziellen Belastungen und Engpässen.“ Darüber hinaus gewinnt eine unwirtschaftliche Haushaltsführung eine immer größere Bedeutung als Auslöser für Überschuldung, insbesondere seit dem Ende der Finanzkrise und dem Beginn des Aufschwungs. „Hier kommt der Einstieg in eine Überschuldungsspirale oft schleichend.“

Erste Anzeichen einer Altersüberschuldung

Dabei geht es weniger um zu hohe Ausgaben für beispielsweise Immobilien. Vielmehr führt Bretz zufolge der sogenannte Nachholkonsum zu Zahlungsstörungen. „Die Leute sind in Kauflaune und leisten sich dann zu viel.“ Nicht zuletzt, weil ihnen vielerorts Ratenzahlungen und Null-Prozent-Finanzierungen angeboten werden. „Wir brauchen wieder eine verantwortungsvollere Kreditvergabe“, fordert daher Creditreform-Aufsichtsrat Helmut Rödl.
Betroffen sind allen voran die älteren Verbraucher. Zwar stellen die 30- bis 39-Jährigen nach wie vor die größte Schuldnergruppe in Deutschland. „In diese Lebensphase fällt die Gründung einer Familie oder auch einer Selbstständigkeit. Daher kann es leicht zu einer prekären Situation kommen“, erklärt Rödl. Die mit Abstand größten Ausschläge aber gibt es bei den Senioren. 2017 sind vier von fünf neu überschuldeten Personen älter als 50 Jahre. „Hier zeigen sich die ersten Anzeichen einer Altersüberschuldung“, meint Rödl. Am stärksten nehmen die Schuldenfälle dabei in den Altersgruppen ab 60 bzw. ab 70 Jahren zu. Bei letzteren beträgt das Plus 2017 stattliche zwölf Prozent, über einen Zeitraum von vier Jahren liegt der Zuwachs sogar bei 76 Prozent.
Quelle: Infografik Die Welt
Für Mittelschicht-Familien sind die Folgen gravierend. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Creditreform und der Hochschule Kempten, die insgesamt 14 betroffene Familien sowie drei Einzelpersonen über drei Jahre hinweg begleitet haben. „Menschen der Mittelschicht sind es gewohnt, Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, eigenständig zu fällen und autonom zu handeln“, beschreibt Patricia Pfeil, Professorin für Organisation der Sozialwirtschaft in Kempten. Mit einer Überschuldung oder gar Insolvenz sei das aber vorbei. „Und das stellt dann die eigenen Normalitätskonzepte in Frage und erschüttert damit die Identität der Betroffenen. Sie können nicht mehr in gewohnter Weise am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Dadurch wird die Mittelschichtexistenz brüchig, und sie geraten in eine soziale Isolation.“
Die Höhe der Ausstände geht dabei weit auseinander. Unterschieden wird grundsätzlich nach harten Überschuldungsfällen – etwa bei einer Privatinsolvenz – und weichen Überschuldungsfällen, bei denen ein Verbraucher mehrere Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Letztere sind 2017 erstmals seit fünf Jahren wieder angestiegen. Gleichzeitig geht die Zahl der harten Fälle angesichts der guten Wirtschaftslage sogar zurück. In Summe schieben die Betroffenen derzeit einen Schuldenberg in Höhe von 209 Milliarden Euro vor sich her, das entspricht einer durchschnittlichen Schuldenhöhe von rund 30.200 Euro, wie es beim Statistischen Bundesamt heißt.

Die Stadtstaaten haben die größten Probleme

Die meisten Schuldner sitzen dabei in den Stadtstaaten. Bremen, Berlin und Hamburg kommen jeweils auf Verschuldungsquoten im zweistelligen Prozentbereich. Den niedrigsten Wert im Bundesländer-Ranking gibt es in Bayern. Mit knapp 7,5 Prozent liegt er beinahe halb so hoch wie beim Schlusslicht Bremen. In den vergangenen beiden Jahren allerdings ist die Zahl der zahlungsunfähigen Verbraucher in Bayern kräftig gestiegen, sogar stärker als in Nordrhein-Westfalen, wo mit dem Ruhrgebiet das „Sorgenkind Nummer eins“ bei der Überschuldung in Deutschland liegt, wie Creditreform es ausdrückt.
Der Abstand zum zweitplatzierten Baden-Württemberg bleibt dennoch groß. Dort liegt die Quote derzeit bei 8,3 Prozent. Neben den beiden Südländern schaffen noch weitere vier Bundesländer eine Quote unter dem Landesmittel: Thüringen, Sachsen, Hessen und Brandenburg. Dass immerhin drei Ostländer dabei sind, kommt nicht von ungefähr. „Die Spirale dreht sich im Westen schon seit einigen Jahren stärker als im Osten, gerade auch bei Fällen mit hoher Überschuldungsintensität“, sagt Ralf Zirbes, Geschäftsführer bei Creditreform.
Quelle: Infografik Die Welt
Das liegt vor allem an den Großstädten. Im Ranking der Metropolen mit dem höchsten Verschuldungsgrad finden sich lediglich zwei aus dem Osten, nämlich Berlin und Leipzig. Und auch bei den Mittelstädten liegen die Schlusslichter vorrangig in Nord- und Westdeutschland. „Eine große Rolle spielt hier die Mietpreissituation im Verhältnis zu vergleichsweise hohen Arbeitslosenquoten“, erklärt Experte Zirbes. Viele Familien würden durch hohe Mieten an die Armutsgrenze rutschen. „Alleine 1,3 Millionen Haushalte liegen mit ihrem Resteinkommen unterhalb des Hartz-IV-Niveaus.“
Und Entspannung scheint nicht in Sicht. „Für die nahe Zukunft ist trotz weiterhin sehr positiver konjunktureller Rahmenbedingungen nicht mit einer nachhaltigen Entspannung der privaten Überschuldungslage in Deutschland zu rechnen“, kündigt Creditreform an. Vielmehr würden die Zahlen weiter ansteigen. Die Experten fordern daher zum einen den Ausbau der Schuldnerberatung in Deutschland und zum anderen mehr Investitionen in Finanzbildung. „Das geht damit los, dass Jugendlichen erklärt wird, wie mit einem Handyvertrag umzugehen ist.“